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, vor 20 Jahren→Moderne und Postmoderne
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Die Moderne wurde von einer Gruppe von Architekten eingeleitet, die an die Strenge des Klassizismus anknüpften. [[Gunnar Asplund]] ist einer der bekanntesten Vertreter. Zu den Höhepunkten seiner Arbeit zählen [[Listers härads tinghus|Listers Bezirksgericht]] in [[Sölvesborg]], die [[Stockholms stadsbibliotek|Stadtbibliothek]] in Stockholm und der gemeinsam mit Sigurd Lewerentz angelegte Friedhof [[Skogskyrkogården]], heute ein Weltkulturerbe. | Die Moderne wurde von einer Gruppe von Architekten eingeleitet, die an die Strenge des Klassizismus anknüpften. [[Gunnar Asplund]] ist einer der bekanntesten Vertreter. Zu den Höhepunkten seiner Arbeit zählen [[Listers härads tinghus|Listers Bezirksgericht]] in [[Sölvesborg]], die [[Stockholms stadsbibliotek|Stadtbibliothek]] in Stockholm und der gemeinsam mit Sigurd Lewerentz angelegte Friedhof [[Skogskyrkogården]], heute ein Weltkulturerbe. | ||
Die Stockholmer Ausstellung für Industrie, Handwerk und Kunsthandwerk [[1930]] verhalf dem [[Funktionalismus]] in Schweden zum Durchbruch, der in den kommenden Jahren – vor allem im Wohnbau – zu einer beinahe offiziellen Ideologie wurde. Ein typisches Beispiel für die starke Verbindung von Funktionalismus mit den politischen Volksbewegungen ist das Viertel Kvarnholmen in [[Nacka]], das vom | Die Stockholmer Ausstellung für Industrie, Handwerk und Kunsthandwerk [[1930]] verhalf dem [[Funktionalismus]] in Schweden zum Durchbruch, der in den kommenden Jahren – vor allem im Wohnbau – zu einer beinahe offiziellen Ideologie wurde. Ein typisches Beispiel für die starke Verbindung von Funktionalismus mit den politischen Volksbewegungen ist das Viertel Kvarnholmen in [[Nacka]], das vom Architektenbüro der Konsumgenossenschaft, [[1924]] als erstes kollektiv organisiertes Architektenbüro gegründet, in den 30er Jahren entworfen wurde. | ||
Trotz dieser Einsätze war der Wohnstandard in Schweden äußert niedrig. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] begann man mit großen Bauprojekten zur Behebung der Wohnungsnot und zur Hebung des Wohnstandards, die in der Mitte der 60er Jahre in das von der Regierung ausgerufene [[Millionenprogramm]] mündeten, nämlich den Bau von 1 Million neuer Wohnungen innerhalb von 10 Jahren (bei einer Bevölkerung von 7,8 Millionen). Nicht nur wurden ganze Schlafstädte (bzw.~viertel in kleineren Städten) in kurzer Zeit aus dem Boden gestampft, auch viele Stadtzentren wurden geschliffen, um modernen, funktional geplanten Einkaufs- und Bürozentren Platz zu machen. Die riesigen Bauprojekte wurden von neu entstandenen großen Architektenbüros geplant und geleitet, wobei die Qualität oft der Massenproduktion weichen musste. | Trotz dieser Einsätze war der Wohnstandard in Schweden äußert niedrig. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] begann man mit großen Bauprojekten zur Behebung der Wohnungsnot und zur Hebung des Wohnstandards, die in der Mitte der 60er Jahre in das von der Regierung ausgerufene [[Millionenprogramm]] mündeten, nämlich den Bau von 1 Million neuer Wohnungen innerhalb von 10 Jahren (bei einer Bevölkerung von 7,8 Millionen). Nicht nur wurden ganze Schlafstädte (bzw.~viertel in kleineren Städten) in kurzer Zeit aus dem Boden gestampft, auch viele Stadtzentren wurden geschliffen, um modernen, funktional geplanten Einkaufs- und Bürozentren Platz zu machen. Die riesigen Bauprojekte wurden von neu entstandenen großen Architektenbüros geplant und geleitet, wobei die Qualität oft der Massenproduktion weichen musste. | ||