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In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, vor allem nach dem Staatsstreich [[Gustav III. (Schweden)|Gustavs III.]] geschah eine Neuorientierung an antiken Vorbildern. [[1773]] wurde die Bauschule der Kunstakademie gegründet und etwas später wurde ein Amt zur Überwachung des Bauwesens eingerichtet. Beides hob die Qualität der Architektur, schwächte aber gleichzeitig die regionalen Bautraditionen. Zeugnisse der neuen klassizistischen Ideale in der Architektur sind etwa das Schlosstheater in Gripsholm, das Botanikum in Uppsala oder das [[Härnösands Gymnasium|Gymnasium in Härnosand]]. | In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, vor allem nach dem Staatsstreich [[Gustav III. (Schweden)|Gustavs III.]] geschah eine Neuorientierung an antiken Vorbildern. [[1773]] wurde die Bauschule der Kunstakademie gegründet und etwas später wurde ein Amt zur Überwachung des Bauwesens eingerichtet. Beides hob die Qualität der Architektur, schwächte aber gleichzeitig die regionalen Bautraditionen. Zeugnisse der neuen klassizistischen Ideale in der Architektur sind etwa das Schlosstheater in Gripsholm, das Botanikum in Uppsala oder das [[Härnösands Gymnasium|Gymnasium in Härnosand]]. | ||
Nach den [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriegen]] und dem Verlust [[Finnland]]s konzentrierte sich die staatliche Bautätigkeit vor allem auf den militärischen Sektor. Die [[Festung Karlsborg]] und der [[Göta-Kanal]], an dem in der 23-jährigen Bauzeit um die 60.000 Mann arbeiteten, waren die größten schwedischen Bauprojekte aller Zeiten. Der führende Architekt der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war auch ein Militär, Oberst [[Fredrik Blom]], der neben einer Reihe von Kasernen auch die klassizistische [[Skeppsholmskyrkan|Skeppsholmskirche]] in Stockholm und – als Hausarchitekt des Königs | Nach den [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriegen]] und dem Verlust [[Finnland]]s konzentrierte sich die staatliche Bautätigkeit vor allem auf den militärischen Sektor. Die [[Festung Karlsborg]] und der [[Göta-Kanal]], an dem in der 23-jährigen Bauzeit um die 60.000 Mann arbeiteten, waren die größten schwedischen Bauprojekte aller Zeiten. Der führende Architekt der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war auch ein Militär, Oberst [[Fredrik Blom]], der neben einer Reihe von Kasernen auch die klassizistische [[Skeppsholmskyrkan|Skeppsholmskirche]] in Stockholm und – als Hausarchitekt des Königs – das Empireschloss [[Schloss Rosendal|Rosendal]] baute. | ||
== Historismus == | == Historismus == | ||
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Mit der Ölkrise [[1973]] ging das Millionenprogramm zu Ende. Schon davor waren kritische Stimmen laut geworden gegen die schematische Massenarchitektur und die negativen sozialen Folgen, die diese Massenbauten mit sich führten. | Mit der Ölkrise [[1973]] ging das Millionenprogramm zu Ende. Schon davor waren kritische Stimmen laut geworden gegen die schematische Massenarchitektur und die negativen sozialen Folgen, die diese Massenbauten mit sich führten. | ||
Aus dieser Kritik entstand der Begriff [[Postmoderne]], der eine Reihe unterschiedlicher Tendenzen zusammenfasst. In Schweden entwickelte sich ein Formenreichtum, wie es ihn seit der Nationalromantik nicht mehr gegeben hatte. Einer der wichtigsten Vertreter der Postmoderne in Schweden ist [[Ralph Erskine (Architekt)| Ralph Erskine]]. | Aus dieser Kritik entstand der Begriff [[Postmoderne]], der eine Reihe unterschiedlicher Tendenzen zusammenfasst. In Schweden entwickelte sich ein Formenreichtum, wie es ihn seit der Nationalromantik nicht mehr gegeben hatte. Einer der wichtigsten Vertreter der Postmoderne in Schweden ist [[Ralph Erskine (Architekt)|Ralph Erskine]]. | ||
== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||