Dänemark: Unterschied zwischen den Versionen

Zeile 111: Zeile 111:
Mit dem nördlichen Teil der Halbinsel [[Jütland]]s und seinen Inseln bildet Dänemark den Übergang von Mitteleuropa nach Skandinavien. Insgesamt gibt es in Dänemark 1419 Inseln mit einer Fläche größer als 100&nbsp;m².<ref>[http://www2.kms.dk/C1256AED004EA666/(AllDocsByDocId)/1D7EE8822587E667C1256AEF0030ABF6?open&page=strste&omr=KORT_DK_I_TAL Landet i Tal, (dänisch)]{{Toter Link|date=2018-04 |url=http://www2.kms.dk/C1256AED004EA666/(AllDocsByDocId)/1D7EE8822587E667C1256AEF0030ABF6?open&page=strste&omr=KORT_DK_I_TAL }}, abgerufen am 23. Januar 2012</ref> 394 Inseln tragen einen amtlichen Namen, von diesen waren 2016 nur 74 bewohnt.<ref>Statistisk Årbog 2016</ref> Die größte Insel des Landes ist [[Seeland (Dänemark)|Seeland]] mit 7031&nbsp;km², gefolgt von [[Vendsyssel-Thy]] (Nordjütland) mit 4685&nbsp;km² (das aber nicht als Insel wahrgenommen wird) und [[Fünen]] mit einer Größe von 2985&nbsp;km². Seeland, an dessen Ostküste die Hauptstadt [[Kopenhagen]] liegt, wird durch den [[Großer Belt|Großen Belt]] von der Insel Fünen getrennt, die wiederum durch den [[Kleiner Belt|Kleinen Belt]] von Jütland getrennt ist. Eine dritte bedeutende [[Meeresstraße]] in der Region ist der [[Öresund]] zwischen Seeland und der Südspitze [[Schweden]]s.
Mit dem nördlichen Teil der Halbinsel [[Jütland]]s und seinen Inseln bildet Dänemark den Übergang von Mitteleuropa nach Skandinavien. Insgesamt gibt es in Dänemark 1419 Inseln mit einer Fläche größer als 100&nbsp;m².<ref>[http://www2.kms.dk/C1256AED004EA666/(AllDocsByDocId)/1D7EE8822587E667C1256AEF0030ABF6?open&page=strste&omr=KORT_DK_I_TAL Landet i Tal, (dänisch)]{{Toter Link|date=2018-04 |url=http://www2.kms.dk/C1256AED004EA666/(AllDocsByDocId)/1D7EE8822587E667C1256AEF0030ABF6?open&page=strste&omr=KORT_DK_I_TAL }}, abgerufen am 23. Januar 2012</ref> 394 Inseln tragen einen amtlichen Namen, von diesen waren 2016 nur 74 bewohnt.<ref>Statistisk Årbog 2016</ref> Die größte Insel des Landes ist [[Seeland (Dänemark)|Seeland]] mit 7031&nbsp;km², gefolgt von [[Vendsyssel-Thy]] (Nordjütland) mit 4685&nbsp;km² (das aber nicht als Insel wahrgenommen wird) und [[Fünen]] mit einer Größe von 2985&nbsp;km². Seeland, an dessen Ostküste die Hauptstadt [[Kopenhagen]] liegt, wird durch den [[Großer Belt|Großen Belt]] von der Insel Fünen getrennt, die wiederum durch den [[Kleiner Belt|Kleinen Belt]] von Jütland getrennt ist. Eine dritte bedeutende [[Meeresstraße]] in der Region ist der [[Öresund]] zwischen Seeland und der Südspitze [[Schweden]]s.


Die Eiszeiten des Pleistozäns prägten die Landschaften Dänemarks maßgeblich. Überfuhren Elster- und Saale-Kaltzeit die dänische Halbinsel noch komplett unter Ablagerung von [[Wikipedia:Grundmoräne|Grundmoräne]]nmaterial, so reichte die [[Wikipedia:Weichsel-Kaltzeit|Weichsel-Kaltzeit]] vor rund 20.000 Jahren nur bis etwa zur Mitte Dänemarks. Heute lässt sich diese teilweise Vergletscherung noch anhand der Hauptstillstandslinie der verschiedenen [[Stadial]]e der Weichsel-Kaltzeit nachvollziehen. Sie teilt Dänemark in das charakteristische Ost- und Westjütland.
Die Eiszeiten des Pleistozäns prägten die Landschaften Dänemarks maßgeblich. Überfuhren Elster- und Saale-Kaltzeit die dänische Halbinsel noch komplett unter Ablagerung von [[w:de:Grundmoräne|Grundmoräne]]nmaterial, so reichte die [[w:de:Weichsel-Kaltzeit|Weichsel-Kaltzeit]] vor rund 20.000 Jahren nur bis etwa zur Mitte Dänemarks. Heute lässt sich diese teilweise Vergletscherung noch anhand der Hauptstillstandslinie der verschiedenen [[Stadial]]e der Weichsel-Kaltzeit nachvollziehen. Sie teilt Dänemark in das charakteristische Ost- und Westjütland.


In Westjütland dominieren ertragsarme [[Wikipedia:Sander|Sander]]flächen, in Ostjütland finden sich vorwiegend Grundmoränen- und [[Wikipedia:Geschiebemergel|Geschiebemergel]]. Die Stillstandslinie verläuft etwa vom Südrand des [[Limfjord]]s zur Mitte Jütlands und von dort nach Süden bis Schleswig-Holstein. Das Land bildet eine Fortsetzung der [[wp:Norddeutsche Tiefebene|Norddeutschen Tiefebene]], die ebenfalls aus Ablagerungen aus der Kaltzeit besteht.
In Westjütland dominieren ertragsarme [[w:de:Sander|Sander]]flächen, in Ostjütland finden sich vorwiegend Grundmoränen- und [[w:de:Geschiebemergel|Geschiebemergel]]. Die Stillstandslinie verläuft etwa vom Südrand des [[Limfjord]]s zur Mitte Jütlands und von dort nach Süden bis Schleswig-Holstein. Das Land bildet eine Fortsetzung der [[w:de:Norddeutsche Tiefebene|Norddeutschen Tiefebene]], die ebenfalls aus Ablagerungen aus der Kaltzeit besteht.


Insbesondere der Westteil Jütlands ist sehr flach, nach Osten wird es hügeliger, [[wp:Moräne|Moräne]]n aus der Eiszeit prägen die Landschaft. Hier liegt auch die höchste natürliche Erhebung Dänemarks, der [[Møllehøj]] mit 170,86&nbsp;m über NN.<ref name="SPON-388108">{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/reise/aktuell/superlativ-daenemark-hat-einen-neuen-hoechsten-berg-a-388108.html |titel=Dänemark hat einen neuen höchsten Berg |autor= |werk=Spiegel Online |datum=2005-12-02 |abruf=2014-12-10}}</ref><ref>[http://www.kms.dk/C1256ADF004C9677/(AllDocsByDocId)/AA059F8FE81A9BC9C1256FB6004BA949?open&keeppage=1 kms.dk]</ref>
Insbesondere der Westteil Jütlands ist sehr flach, nach Osten wird es hügeliger, [[w:de:Moräne|Moräne]]n aus der Eiszeit prägen die Landschaft. Hier liegt auch die höchste natürliche Erhebung Dänemarks, der [[Møllehøj]] mit 170,86&nbsp;m über NN.<ref name="SPON-388108">{{cite web |url=http://www.spiegel.de/reise/aktuell/superlativ-daenemark-hat-einen-neuen-hoechsten-berg-a-388108.html |title=Dänemark hat einen neuen höchsten Berg |author=<!--Not stated--> |date=2005-12-02 |website= |publisher=Spiegel Online |access-date=2014-12-10 }}</ref><ref>[http://www.kms.dk/C1256ADF004C9677/(AllDocsByDocId)/AA059F8FE81A9BC9C1256FB6004BA949?open&keeppage=1 kms.dk]</ref>


Auch die Inseln sind durch ein Wechselspiel von Hügel- und Flachland geprägt. Einzige Ausnahme ist die weit im Osten liegende Insel [[Bornholm]], die nicht aus Ablagerungen, sondern aus Granit, Schiefer und Sandstein besteht.
Auch die Inseln sind durch ein Wechselspiel von Hügel- und Flachland geprägt. Einzige Ausnahme ist die weit im Osten liegende Insel [[Bornholm]], die nicht aus Ablagerungen, sondern aus Granit, Schiefer und Sandstein besteht.


Der Verlauf der [[Nordsee]]küste Jütlands ist relativ ausgeglichen; die Küstenlinie der vorgelagerten Inseln ist sehr viel kürzer als die in der [[Ostsee]]. Der Mangel an Buchten und großen Dünenfeldern steht einem Hafenbau entgegen und so wurde erst im 19. Jahrhundert mit [[Esbjerg]] der einzige bedeutende Hafen an der Westküste Dänemarks gebaut. Der Limfjord im Norden war bis zur [[Februarflut 1825|Sturmflut von 1825]] ein [[Fjord]]; seitdem ist er ein etwa 180&nbsp;km langer [[Belte und Sunde|Sund]], der die Nordsee mit dem Kattegat verbindet und die Halbinsel Jütland im Norden abschließt.
Der Verlauf der [[Nordsee]]küste Jütlands ist relativ ausgeglichen; die Küstenlinie der vorgelagerten Inseln ist sehr viel kürzer als die in der [[Ostsee]]. Der Mangel an Buchten und großen Dünenfeldern steht einem Hafenbau entgegen und so wurde erst im 19. Jahrhundert mit [[Esbjerg]] der einzige bedeutende Hafen an der Westküste Dänemarks gebaut. Der Limfjord im Norden war bis zur Sturmflut von 1825 ein [[Fjord]]; seitdem ist er ein etwa 180&nbsp;km langer [[Belte und Sunde|Sund]], der die Nordsee mit dem Kattegat verbindet und die Halbinsel Jütland im Norden abschließt.


Die Ostseeküste Jütlands ist hingegen formenreich. Meeresbuchten, die [[w:de:Förde|Förde]]n, reichen weit ins Land hinein; an ihnen liegen einige Hafenstädte, die zu den ältesten Siedlungsplätzen Dänemarks gehören.
Die Ostseeküste Jütlands ist hingegen formenreich. Meeresbuchten, die [[w:de:Förde|Förde]]n, reichen weit ins Land hinein; an ihnen liegen einige Hafenstädte, die zu den ältesten Siedlungsplätzen Dänemarks gehören.
Anonymer Benutzer