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== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Die George-Olah-Anlage hatte anfangs eine Kapazität von 1,3 Millionen Litern pro Jahr und befindet sich in der Nähe der Blauen Lagune und des Kraftwerks [[Svartsengi]]. Die gesamte in der Anlage verwendete Energie stammt aus dem isländischen Stromnetz, das aus Wasserkraft und Geothermie gewonnen wird. Die Anlage nutzt den Strom, um in einem [[Elektrolyseur]] Wasserstoff zu erzeugen. Der wird in einer katalytischen Reaktion mit Kohlendioxid (CO<sub>2</sub>) in Methanol umgewandelt.<ref>{{Internetquelle |url=http://carbonrecycling.is/george-olah |titel=World’s Largest CO2 Methanol plant |hrsg=Carbon Recycling International |zugriff=2018-10-15}}</ref>
Die George-Olah-Anlage hatte anfangs eine Kapazität von 1,3 Millionen Litern pro Jahr und befindet sich in der Nähe der Blauen Lagune und des Kraftwerks [[Svartsengi]]. Die gesamte in der Anlage verwendete Energie stammt aus dem isländischen Stromnetz, das aus Wasserkraft und Geothermie gewonnen wird. Die Anlage nutzt den Strom, um in einem [[Elektrolyseur]] Wasserstoff zu erzeugen. Der wird in einer katalytischen Reaktion mit Kohlendioxid (CO<sub>2</sub>) in Methanol umgewandelt.<ref>{{Internetquelle |url=http://carbonrecycling.is/george-olah |titel=World’s Largest CO2 Methanol plant |hrsg=Carbon Recycling International |zugriff=2018-10-15 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181015003051/http://carbonrecycling.is/george-olah// |archiv-datum=2018-10-15 |offline=ja |archiv-bot=2023-12-02 10:57:40 InternetArchiveBot }}</ref>


Das CO<sub>2</sub> wird aus Gasen gewonnen, die von einem geothermischen Kraftwerk neben der CRI-Anlage freigesetzt werden. Der Ursprung des Rauchgases sind geothermische Dampfemissionen.
Das CO<sub>2</sub> wird aus Gasen gewonnen, die von einem geothermischen Kraftwerk neben der CRI-Anlage freigesetzt werden. Der Ursprung des Rauchgases sind geothermische Dampfemissionen.
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[[Datei:2018 10 16 Bild Energieverbrauch Schifffahrt 2050.jpg|mini|Erwarteter Energieverbrauch der globalen Schifffahrt 2050]]
[[Datei:2018 10 16 Bild Energieverbrauch Schifffahrt 2050.jpg|mini|Erwarteter Energieverbrauch der globalen Schifffahrt 2050]]


2050 werden für den Schiffsantrieb nach der DNV-GL-Studie etwa 21 % der Kraftstoffe aus regenerativen Quellen stammen.<ref>{{Internetquelle |url=https://eto.dnvgl.com/2018/maritime |titel=Maritime forecast to 2050 |hrsg=DNV GL |zugriff=2018-10-16}}</ref> Neben Strom sind es strombasierte Kraftstoffe wie E-Methanol, E-Ethanol. Bezogen auf die Fahrtstrecken wird der Überseeverkehr 7,7 EJ und der Kurzstreckenverkehr 4,3 EJ verbrauchen.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.transportenvironment.org/sites/te/files/Industry%20perspectives%20on%20the%20future%20development%20of%20electrofuels%2C%20Nils%20Aldag.pdf |autor=Nils Aldag |titel=Role for e-Fuels in EU transport? Industry perspective on future developments |format=PDF, 877&nbsp;kB |datum=2018-01-12 |zugriff=2018-10-16}}</ref> Die Studie beruht auf einer Analyse des globalen Schiffsverkehrs auf Grundlage von Schiffsbewegungsdaten des [[Automatic Identification System|automatischen Identifikationssystems]] (AIS). Derzeit ist in Europa nur die Anlage von CRI in der Lage, größere Mengen an E-Methanol aus regenerativen Strom zu erzeugen. Daher beschäftigen sich mehrere F+E-Projekte mit der Thematik.
2050 werden für den Schiffsantrieb nach der DNV-GL-Studie etwa 21 % der Kraftstoffe aus regenerativen Quellen stammen.<ref>{{Internetquelle |url=https://eto.dnvgl.com/2018/maritime |titel=Maritime forecast to 2050 |hrsg=DNV GL |zugriff=2018-10-16}}</ref> Neben Strom sind es strombasierte Kraftstoffe wie E-Methanol, E-Ethanol. Bezogen auf die Fahrtstrecken wird der Überseeverkehr 7,7 EJ und der Kurzstreckenverkehr 4,3 EJ verbrauchen.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.transportenvironment.org/sites/te/files/Industry%20perspectives%20on%20the%20future%20development%20of%20electrofuels%2C%20Nils%20Aldag.pdf |autor=Nils Aldag |titel=Role for e-Fuels in EU transport? Industry perspective on future developments |format=PDF, 877&nbsp;kB |datum=2018-01-12 |zugriff=2018-10-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181017001926/https://www.transportenvironment.org/sites/te/files/Industry%20perspectives%20on%20the%20future%20development%20of%20electrofuels%2C%20Nils%20Aldag.pdf |archiv-datum=2018-10-17 |offline=ja |archiv-bot=2023-12-02 10:57:40 InternetArchiveBot }}</ref> Die Studie beruht auf einer Analyse des globalen Schiffsverkehrs auf Grundlage von Schiffsbewegungsdaten des [[Automatic Identification System|automatischen Identifikationssystems]] (AIS). Derzeit ist in Europa nur die Anlage von CRI in der Lage, größere Mengen an E-Methanol aus regenerativen Strom zu erzeugen. Daher beschäftigen sich mehrere F+E-Projekte mit der Thematik.


== Forschungsprojekte  ==
== Forschungsprojekte  ==
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=== SPIRE ===
=== SPIRE ===
Im EU-Forschungsprogramm SPIRE wird im Rahmen von [[Horizon 2020]] von Carbon Recycling International von 2015 bis 2018 in Zusammenarbeit mit Industriepartnern aus Deutschland, Spanien und Belgien eine innovativen Pilotanlage für erneuerbare Brennstoffe untersucht. Das Projekt umfasst die Planung, den Bau und die Erprobung zur Demonstration der Nutzung von intermittierenden erneuerbaren Energiequellen und CO<sub>2</sub> für die Produktion von nachhaltigen Kraftstoffen und Chemikalien, hat ein Budget von 11 Millionen Euro und wird teilweise durch eine Förderung aus dem EU-Forschungsprogramm finanziert.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.spire2030.eu/mefco2 |titel=MefCO2 (Methanol fuel from CO<sub>2</sub>) – Synthesis of methanol from captured carbon dioxide using surplus electricity |hrsg=Spire |zugriff=2018-10-15}}</ref>
Im EU-Forschungsprogramm SPIRE wird im Rahmen von [[Horizon 2020]] von Carbon Recycling International von 2015 bis 2018 in Zusammenarbeit mit Industriepartnern aus Deutschland, Spanien und Belgien eine innovativen Pilotanlage für erneuerbare Brennstoffe untersucht. Das Projekt umfasst die Planung, den Bau und die Erprobung zur Demonstration der Nutzung von intermittierenden erneuerbaren Energiequellen und CO<sub>2</sub> für die Produktion von nachhaltigen Kraftstoffen und Chemikalien, hat ein Budget von 11 Millionen Euro und wird teilweise durch eine Förderung aus dem EU-Forschungsprogramm finanziert.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.spire2030.eu/mefco2 |titel=MefCO2 (Methanol fuel from CO<sub>2</sub>) – Synthesis of methanol from captured carbon dioxide using surplus electricity |hrsg=Spire |zugriff=2018-10-15 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190402030642/https://www.spire2030.eu/mefco2 |archiv-datum=2019-04-02 |offline=ja |archiv-bot=2023-12-02 10:57:40 InternetArchiveBot }}</ref>


Zu den Projektpartnern gehören:
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