Tirpitz
| Tirpitz | |
|---|---|
Tirpitz | |
| 55° 33′ 1,44″ N, 8° 10′ 20,07″ O | |
| Kontakt | |
| Adresse | Tirpitz Tirpitzvej 1 6857 Blåvand |
| Telefon | +45 75220877 |
| Website | vardemuseerne |
| vam@vardemuseum.dk | |
Die Tirpitz-Stellung zeigt, wie alle anderen Bunker, den Wahnsinn, den Irrglauben, dass Krieg von irgendeiner Seite gewonnen werden kann. Diese Anlage zeigt aber auch, dass schwer zu beseitigende Hinterlassenschaften ein zweites, friedliches und positiv besetztes Leben haben können. So wurde aus der Tirpitz-Stellung ein Museum, das mehr als nur die Geschichte dieser Stellung oder des Atlantikwalls zeigt. Neben der wechselnden Ausstellung gibt es drei Dauerausstellungen: Den skjulte vestkyst (die verborgene Westküste), Rav – havets guld (Das Gold des Meeres) und En hær af beton (Eine Armee aus Beton). Das Museum wurde am 29. Juni 2017 eröffnet; der Neubau stammt vom Architekturbüro Bjarke Ingels Group (BIG).[1]
Geschichte
Im Juli 1944 begann die deutsche Besatzungsmacht unter Generalfeldmarschall Erwin Rommel mit dem Bau der Bunkeranlage, zu ihr gehörten die größten Bunker in Rommels gesamter Küstenverteidigung. Die Anlage sollte bis September 1945 fertiggestellt werden.
Die Tirpitz-Stellung sollte mit vier 38-cm-Schnellladekanonen das Meeresgebiet vor der Einfahrt nach Esbjerg decken. Die beiden Artilleriebunker bestanden je aus 2000 m³ Beton, die gesamte Stellung aus 6000 m³.
Der Plan für die Tirpitz-Stellung sah zahlreiche Bunker vor:
- zwei Kanonenbunker für 38-cm-Geschütze auf Doppellafetten
- zwei Munitionsbunker
- ein Feuerleitbunker
- zwei Zugbunker mit Flakgeschütz
- sechs Mannschaftsbunker
- zwei Schwere Flakbunker
Die meisten der geplanten Bunker wurden bis zur Befreiung Dänemarks von der deutschen Besatzung nicht gebaut, die beiden Geschützbunker waren im Rohbau größtenteils fertiggestellt.
Kanonenbunker:
- Grundfläche: 25,3 m × 22,6 m
- Höhe: 10,6 m
- Außenwände und Decke: 3,5 m
- Innenwände: 1,0–1,5 m
- Boden: 1,2 m
Geschütze:
- 38-cm-Schnelladekanone C/34 auf Doppellafette mit Panzerturm
- Länge: 19,63 m
- Gewicht: 111 Tonnen
- Seitenrichtwinkel: 360°
- Elevationswinkel: −5 ½° bis +30°
- Schussweite: Panzerbrisanzgeschoss (800 kg) = 42,1 km; Panzergranate (495 kg) = 54,9 km
- Feuergeschwindigkeit: 2 Schuss pro Rohr/Minute
Bei den Rohren handelte es sich um vier der sechs 38-cm-Rohre des beschädigten und außer Dienst gestellten Schlachtschiffes Gneisenau, welches diese nach der Umrüstung von drei 28-cm-Drillings-Türmen zu drei 38-cm-Türmen (in Doppelrohraufstellung) bekommen sollte. Die Tirpitz-Stellung wurde jedoch nie fertiggestellt. Zum Zeitpunkt der deutschen Kapitulation lagen die vier Kanonen auf Schwerlastwagen im Bahnhof von Guldager zwischen Varde und Esbjerg, da die Brücken in Varde für die über 110 Tonnen schweren Wagen nicht ausgelegt waren.
Nach Fertigstellung sollten alle Bunker zur Tarnung und zum Schutz weitgehend in Sand eingebettet und bepflanzt werden. Unterirdische Gänge oder Splitterschutzgräben sollten die Verbindung zwischen den Bunkern herstellen. Für den Transport der Geschosse war eine Schmalspurbahn vorgesehen.
Preise & Öffnungszeiten
| Art | Preis |
|---|---|
| Erwachsene | 145 DKK |
| Gruppen (ab 10 Personen) | 20 % Rabatt |
| Kinder und Jugendliche unter 18 | kostenlos |
| Jahreskarte | 240 DKK |
| Zeitraum | Zeiten |
|---|---|
| 1. Dezember – 31. März | Dienstag–Sonntag 10–17 Uhr |
| 1. April – 30. Juni | täglich 10–17 Uhr |
| 1. Juli – 15. August | täglich 9–19 Uhr |
| 16. August – 30. November | täglich 10–17 Uhr |
| 24., 25., 31. Dezember und 1. Januar | geschlossen |
Stand: 20.10.2026, Quelle: Angaben eines Reiseportals[2]. Aktuelle Zeiten und Preise bitte vor dem Besuch auf der Museumsseite prüfen.
Videos
Siehe auch
Weblinks
Medien zu Tirpitz bei Wikimedia Commons- Homepage des Museums (auf Dänisch)
- Kompletter Guide des Museums (auf Deutsch)
Einzelnachweise
- ↑ Tirpitz Museum (Denmark). In: Wikipedia. Abgerufen am 20. Oktober 2026 (englisch).
- ↑ Tirpitz Museum. In: nordsee-holidays.de. Abgerufen am 20. Oktober 2026 (Preise und Zeiten stimmen mit den früheren Angaben des Museums überein; die offizielle Seite war nicht abrufbar).
| Dieses Thema wird auch in der Wikipedia unter dem Titel Tirpitz-Stellung behandelt. Hier im Skandinavien-Wiki befinden sich Ergänzungen, die zusätzlich von Bedeutung sind (siehe Mitarbeit). Sowohl bei Wikipedia als auch hier im Skandinavien-Wiki ist eine Liste der Autoren verfügbar. |

